Ayurveda Rezepte - einfach & gesund!

Spicy Süßkartoffel-Kokos-Limettenblätter-Suppe

Süßkartoffeln sind ja wirklich ein tolles Gemüse und nun auch schon fast überall zu kriegen, neuerdings sogar in Bioqualität und aus Österreich. Ich bin ein echter Fan der süßen Knolle, die geschmacklich fast ein Zwischending aus Erdapfel und Karotte ist und doch ganz was eigenes. Jedenfalls lassen sich Süßkartoffeln auf vielfältigste Art und Weise schmackhaft zubereiten, als gekochtes Beilagengemüse, im Ofen als Bratkartoffel, in asiatischen Gerichten ebenso wie in der Neuinterpretation des klassischen Wiener Erdäpfelgulaschs. Ja und natürlich als Suppe. Hier habe ich eine Variante für euch, die ihr je nach Gusto selbst variieren könnt: Wer's gern scharf hat, tut reichlich Chili rein, wer's mollig und cremig mag, nimmt ordentlich Kokosmilch und wer gern eine frische, zitronige Note in seiner Suppe hat, Kaffir-Limettenblätter. Die sind allerdings nicht überall zu kriegen. Meine sind aus einem Asialaden am Wiener Naschmarkt, wo man sie tiefgekühlt bekommt. Alternativ eignet sich auch Zitronengras.

 

Zutaten für 2 Portionen:

1 faustgroßer Süßkartoffel

1 kleiner Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Stück frischer Ingwer - etwa kirschgroß

1 EL Ghee

Kokosmilch (ca. 1/2 Dose)

3 Kaffir-Limettenblätter

Salz, Pfeffer, Chili, Madras Curry

 

Zubereitung:

Ingwer und Knoblauchzehe schälen, klein schneiden und im heissen Ghee (oder Pflanzenöl) anrösten, Zwiebel würfelig schneiden und beifügen, auf schwacher Hitze glasig anbraten. Süßkartoffel mit dem Sparschäler schälen und in 1cm große Würfel schneiden, in die Pfanne dazugeben, Salz und Gewürze beifügen und kurz anrösten. Dann mit etwa einem halben Liter Wasser aufgießen und zugedeckt 12 Minuten lang auf kleiner Flamme köcheln lassen, dann mit dem Pürierstab oder im Mixer fein pürieren. Mit Kokosmilch und Wasser aufgießen - die jeweilige Menge nach Lust bis zur gewünschten Konsistenz und Kokosintensität. Dann nochmal erwärmen und mit Gewürzen abschmecken. Zum Schluss die Limettenblätter fein hacken und in die fertige Suppe einrühren. Eher nicht mit kochen, weil sie sonst Gefahr laufen, ihr frisches Aroma zu verlieren. Zum Anrichten ein wenig von den fein gehackten Limettenblättern auf die Suppe streuen.

 

Gutes Gelingen und gutes Agni!


Karfiol-Kokos-Shabzi

Shabzi heißt in Indien Gemüsegericht oder auch nur Gemüse, und unterscheidet sich von dem, was wir unter Curry verstehen durch seinen Flüssiganteil. Shabzi (oder Sabzi, wie es auch geschrieben werden kann) ist einfach etwas trockener. Wichtig ist jedenfalls, dass die Gemüse nicht tot gekocht werden, sondern eigentlich eher sautiert, also in der Pfanne erst angeröstet und dann gerade mal so lange gedünstet, bis sie noch bissfest sind. Das hat nicht nur den Vorteil, dass es sehr fein schmeckt, sondern es geht ziemlich schnell und eine größere Pfanne oder ein Topf reichen aus.

 

Zutaten für 4 Portionen:

6 mittelgroße Kartoffeln

1 Karfiol

1 Häferl Kokosraspeln

1 Zwiebel

1/2 Dose Kokosmilch

1 EL Tomatenmark

1 EL Ghee

Etwas Koriandergrün oder Petersilie zum Drüberstreuen

Gewürze: Salz, Pfeffer, Curcuma, Garam masala

 

Zubereitung:

Die Erdäpfel schälen und in 1cm große Würfel schneiden. Den Karfiol waschen und die Röschen abpflücken (die Strünke für Suppe aufheben). Zwiebel fein würfelig schneiden.

In einem großen Topf (am besten Gusseisen) den Ghee erhitzen, Zwiebel und Kokosraspeln darin anrösten. 2 TL Curcuma darüber streuen und mitrösten.

Nun die gewürfelten Erdäpfel beifügen, mit Salz, Pfeffer und Garam masala würzen, das Tomatenmark dazugeben, durchrühren und auf kleiner Flamme etwa 10 Minuten mit geschlossenem Deckel dünsten lassen. Gelegentlich umrühren und etwas Wasser dazugeben, falls es sich anlegt.

Nach 10 Minuten kommen die Karfiolröschen in den Topf, nochmal durchrühren und weitere 10 Minuten mit geschlossenem Deckel auf kleiner Flamme dünsten.

Zum Schluss wird die Kokosmilch untergerührt, das Gericht abgeschmeckt und mit frisch gehacktem Koriandergrün oder Petersilie dekoriert.

 

Also, ran an den Topf und viel Spaß beim Kochen & Essen!

 


Mango-Kokos-Chia Creme

Das ist ein wirklich super einfaches Rezept für ein ayurvedisches Dessert, das auch noch wirklich super fein schmeckt.

 

Zutaten

Worauf es wirklich ankommt ist, dass du eine reife Mango findest. Also:

1 reife Mango

1/2 Tasse Kokosraspeln

1 Tasse Kokos-Mandelmilchdrink oder Kokos-Reisdrink

ca. 1 EL Kokosblütenzucker

1/2 TL Kardamom gemahlen

1/2 Tasse Chiasamen

 

Zubereitung:

Die Mango schält man, schneidet das Fruchtfleisch in Stücken vom Kern ab und gibt es in ein Gefäß, in dem man es mit dem Pürrierstab gut bearbeiten kann. Alternativ kannst du auch einen Standmixer oder Blender verwenden, so du einen hast. Geht mit dem Pürrierstab aber auch recht gut. Zum Mangofruchtfleisch gibst du dann 1/2 Tasse Kokosraspeln, Kokosblütenzucker nach Geschmack (je nachdem, wie süß die Mango ist und wie süß du's gerne magst), 1/2 TL Kardamompulver und ca. 1 Tasse Kokos-Mandelmilch oder Kokos-Reismilch. Dann pürrieren und je nach Bedarf noch etwas Flüssigkeit zugeben. Zum Schluss noch mit 1/2 Tasse Chiasamen verrühren und mind. 1 Stunde im Kühlschrank stehen lassen, damit die Chiasamen gut quellen können. Was die Konsistenz der Creme anlangt, so kannst du sie mit dem Kokos-Mandelmilchdrink flüssiger machen und mit der Menge der Chiasamen die Körnigkeit und Dicke der Creme regulieren. Grundsätzlich kann man bei diesem Rezept aber nichts falsch machen und ruhig auch ein bisserl experimentieren.

 

Wir wünschen gesunden Genuss!

 


Rote-Rüben-Laberln mit Gemüse

Rote Rüben gibt es das ganz Jahr über, aber jetzt sind sie besonders schön. Der farbintensiven Knolle werden wahre Wunderkräfte zugesprochen, was ihre Wirkung auf unser blutbildendes System anlangt. Und das wundert die Wissenden im Ayurveda wenig, ist doch diese intensiv rote Farbe ein Zeichen für Pitta wie es deutlicher kaum sein könnte. Weil die rote Rübe geschmacklich - naja, sagen wir es höflich - nicht besonders eindrucksvoll ist, wird sie gerne mit Kren kombiniert, der sich mit seiner frischen Schärfe bei vielen Rote-Rüben-Rezepten nahezu selbstverständlich dazu gesellt.

Bratlinge oder Laberln, wie wir sie gerne nennen, sind ebenfalls ein Klassiker in der ayurvedischen Küche, die ja eigentlich fast rein vegetarisch angelegt ist, und wäre da nicht der allgegenwärtige Ghee, dann wären die meisten Gerichte auch noch vegan. Laberln können aus fast allen Gemüsearten fabriziert werden. Gebunden werden sie mit Ei und in diesem Fall mit Couscous, der verhindert, dass die Geschichte zu "gatschig" wird. Aber nun ran an die Töpfe:

 

Zutaten (für ca. 6 Bratlinge):

1 Rote Rübe, 1/2 Zwiebel, 1 Ei, 1 TL Krenpaste (oder frisch geriebener Kren, was natürlich viel besser schmeckt!), 1 EL dickflüssige Hafer- oder Reismilch (zum Kochen - als Alternative zu Creme fraiche), ca. 5EL Couscous ungekocht, etwas Kümmel, Salz, Pfeffer, Ghee zum Braten.

 

Zubereitung:

Am besten Gummihandschuhe anziehen, die rohe rote Rübe schälen (mit einem Sparschäler zB) und mit einer Küchenreibe reiben. In einer Schüssel Rote-Rüben-Schnetzel und die übrigen Zutaten miteinander vermengen, soviel Couscous zugeben, dass die Masse nicht zu flüssig ist und sich gut Laberln formen lassen. Nicht zu wenig salzen, ein Weilchen (ca. 1/2 Stunde) stehen lassen, dann Ghee in einer Pfanne erhitzen, Laberln formen und ins wirklich heisse Fett einlegen. Solange auf einer Seite anbraten, bis der untere Rand sich knusprig verfärbt, dann wenden und fertig braten.

Als Beilagen eignen sich alle möglichen Gemüsearten. Auf dem Bild seht ihr gebratene Karotten mit Ingwer, Limettenfruchtfleisch und etwas Agavendicksaft angeröstet. Die zweite Beilage sind Fisolen mit frischem Basilikum bestreut.

 

Gutes Gelingen & gutes Agni wünschen wir!


Spicy Kürbis aus dem Ofen

Herbstzeit ist Kürbiszeit! Aber es muss nicht immer Kürbisgulasch sein. Hier eine ayurvedische Variante mit spannenden Geschmackskombinationen, die noch dazu flott gemacht ist und super lecker schmeckt.

 

Zutaten (für 2 große Portionen):

1 mittelgroßer Hokkaido Kürbis

1 roter Spitzpaprika

1 Tasse Kokosflocken

1 Tasse Basmati Reis

Ghee

1 EL Mandelblättchen

½ Tasse Sesamsamen

½ Tasse Olivenöl

1 Prise Bockshornklee

1 TL Madras Currymischung

2 EL Mandelmehl

1 EL Tahin (Sesampaste)

1 TL Kokosblütenzucker (zur Not tut’s auch Rohrzucker)

Salz, Pfeffer, Chilifäden, etwas Petersilie oder frisches Koriandergrün zum Dekorieren

 

Zubereitung:

Den Kürbis waschen, raue Stellen an der Schale entfernen (muss nicht geschält werden!), der Länge nach halbieren. Die Kerne gemeinsam mit dem faserigen Innenleben vom Kürbis mit einem Suppenlöffel auskratzen und so entfernen. Die sauberen Kürbishälften und den ebenso von seinen Innereien befreiten und zerteilten roten Paprika in mundgerechte Stücke zerteilen, gemeinsam in eine Schüssel werfen, 3 EL Kokosflocken, die Sesamsamen und Mandelblättchen, die Prise Bockshornklee, etwas Salz, Pfeffer, einige Chilifäden und die Hälfte des Olivenöls mit den Gemüsestücken durchrühren.

 

Eine ofenfeste Form mit dem restlichen Olivenöl einfetten, die Gemüsemischung darauf verteilen und ins obere Drittel des auf 190° vorgeheizte Backrohrs einstellen. Nach 20 min das Gemüse einmal durchrühren und für weitere 10 min fertigbraten. Nicht zu lange, sonst wird’s matschig.

 

Den Basmatireis zubereiten (das mache ich am liebsten mit meinem Reiskocher, der kann das nämlich viiiel besser als ich!)

 

Für das Sößchen 1 EL Ghee in einem kleinen Topf erhitzen, die restlichen Kokosflocken darin anbräunen, Mandelmehl und Madras Curry einstreuen und kurz anrösten. Dann mit einer Tasse Wasser aufgießen, gut durchrühren und aufkochen lassen. Auf kleiner Flamme etwas einkochen lassen, dann von der Flamme nehmen und 1 EL Tahin sorgfältig einrühren (Vorsicht, dass sich auch alle Klümpchen auflösen!). Abschmecken mit Salz, Madras Curry, Kokosblütenzucker und etwas Pfeffer. Vor dem Anrichten vielleicht nochmal ein wenig anwärmen.

Zum Anrichten den Reis in kleine Schälchen drücken und stürzen, den Ofenkürbis und die Soße rundum platzieren, je nach Lust und Laune mit frisch gehacktem Koriandergrün, Chilifäden und Petersilie anrichten und schmecken lassen.

 

Wir wünschen guten Appetit und ein gutes Agni (= Verdauungsfeuer)!


Ayurvedische Herbstsuppe mit gerösteten Tofuwürfeln

Ayurveda Rezept by yogamed
Ayurveda Herbstsuppe mit gerösteten Tofuwürfeln by yogamed

Es fällt uns schwer zu akzeptieren, dass der Sommer nun endgültig dahin zu sein scheint. Durch Wärme und Sonne war über längere Zeit Pitta das dominierende Dosha, und wir haben mit Begeisterung knackige Salate und Eiscreme gegessen. Nun ist es doch schon etwas ungemütlich draußen, so kommen uns wieder g'schmackige Suppen in den Sinn. 

 

Die Hauptzutat dieser ayurvedischen Herbstsuppe ist Sellerie, die sehr gut Pitta senkend wirkt. Was man noch dazu braucht (Rezept für 4 kleinere Portionen):

 

Zutaten:

1 Zwiebel, 1 Knolle Sellerie, 1 größere Kartoffel, Salz, Pfeffer, eine Prise Thymian, Kümmel, Ghee, 1 Räuchertofu, Sojasauce, Sesamkörner, Petersilie

 

Zubereitung:

Zwiebel grob hacken und in einem mittelgroßen Topf in 1 EL Ghee anrösten. Sellerieknolle schälen und in kleine Würfel schneiden, zum Zwiebel in den Topf und mit anrösten. Salzen, pfeffern, Thymian und etwas Kümmel zufügen und umrühren. Inzwischen die Kartoffel schälen und mit dem Reibeisen grob reiben. Den Topf mit 750ml Wasser aufgießen (am besten bereits kochend), die geriebene Kartoffel zufügen, umrühren und auf kleiner Flamme etwa 20min köcheln lassen. 

Den Tofu in kleine Würfel oder Quader schneiden, in einer kleinen Schüssel mit etwas Sojasauce tränken und mit Sesamkörnern bestreuen. In einer Pfanne Ghee sehr heiss machen und die Tofustücke knusprig anbraten.

Wenn die Selleriestücke in der Suppe gut weich gekocht sind, vom Feuer nehmen und mit dem Pürrierstab nach Lust und Laune passieren. Zum Anrichten die Suppe in Schüsseln mit den Tofustücken garnieren und frisch gehackte Petersilie darüber streuen.

 

Gutes Gelingen & guten Appetit!